Ob aus Neugier, aus einer tiefen inneren Veranlagung heraus oder um das eigene Sexualleben aufregender zu gestalten: Immer mehr Menschen möchten die Magie von BDSM erleben und in eine völlig neue, faszinierende Welt eintauchen.
Shades of Grey
Nicht erst seit „Fifty Shades of Grey“ erfreut sich BDSM wachsender Beliebtheit. Das liegt vor allem daran, dass BDSM auf vielfältige Weise erlebt und genossen werden kann.
[emotion emotion_id="402" ]
Die Basis von BDSM: Dominanz und Unterwerfung
Die absolute Grundlage aller BDSM-Spiele ist das gegenseitige Einvernehmen. Zudem sollte – selbst bei Partnern, die sich gut kennen – ein Code oder Stoppwort vereinbart werden. Dies erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern stärkt auch das Vertrauen. Und genau das ist enorm wichtig.
Denn im Kern bedeutet BDSM zunächst ein Spiel mit Macht und Unterordnung. Bei jedem Spiel in diesem Bereich gibt es einen aktiven, übergeordneten Part und einen eher passiven Part, der dem ersten untergeordnet ist.
Sei es in der „weißen Erotik“, bei der ein Machtgefälle zwischen Arzt und Patient oder Pflegekraft und Patient besteht, oder bei der klassischen Dominanz, bei der eine Domina oder ein Master einen Sklaven oder eine Sklavin unter sich weiß. Wie dieses Gefälle ausgelebt wird, bleibt dem eigenen Geschmack überlassen.
Tabus und Grenzen in ruhiger Atmosphäre besprechen
Eine ausgeprägte Kommunikation ist wichtig – sowohl vor dem Spiel als auch währenddessen, falls nötig. Ein Stoppwort und/oder Handsignal sind dabei von Bedeutung.
Damit du dies jedoch nicht allzu oft anwenden oder erleben musst, solltest du die Tabus deines Partners bereits im Vorfeld kennen.
Wenn jemand keinen Analverkehr oder keine Spiele in diesem Bereich mag – ganz gleich, ob Mann oder Frau –, darfst du die BDSM-Session nicht dazu nutzen, diese Tabus zu missachten. Eine klare Definition der Grenzen sollte die Grundlage für jedes Spiel bilden. Es liegt dann am aktiven Partner, sich diesen Grenzen so weit wie möglich anzunähern, ohne sie zu überschreiten.
[emotion emotion_id="373" ]
Und hab Geduld. Manche Grenzen verschieben sich mit der Zeit, wenn die Neugier wächst. Sprich also regelmäßig über Grenzen und Veränderungen. Schließlich ist BDSM nur ein Spiel in eurem Liebesleben und sollte die Gestaltung eurer Partnerschaft nicht beeinträchtigen.
Körperliche Grenzen setzen: Bondage als Einstieg

Die einfachste und oft sanfteste Form von BDSM findet sich in leichtem Bondage und Kontrollspielen. Eine Augenbinde, ein Knebel sowie eine leichte Fesselung der Hände oder Beine können der untergeordneten Person schnell verdeutlichen, dass sie nun „ausgeliefert“ ist.
Auch der aktive Part kann Lust und einen besonderen Reiz verspüren, wenn unerwartete Berührungen den gefesselten Partner überraschen, erregen und ihm Lust bereiten. Achten Sie dabei stets auf gutes und sicheres Equipment. Gerade beim Fesseln sollten nur hochwertige Bondage-Seile und -Tücher verwendet werden, die sich leicht wieder lösen lassen und nicht in die Haut einschneiden.
Wenig Aufwand, große Wirkung: Bestrafungen für jeden Geschmack
Viele Paare schätzen auch die ausgeprägte SM-Variante des BDSM und erleben Lust durch Schmerz. Auch hier gilt: Man sollte sich langsam an das Niveau des Partners herantasten. Ob Paddel, Rohrstock oder Peitsche – beginnen Sie behutsam und steigern Sie die Intensität erst nach und nach.
[emotion emotion_id="400" ]
Selbst wenn du schon regelmäßig mit deinem Partner gespielt hast, hängt die eigene Schmerzgrenze oft von der Tagesform ab. Das Wichtigste ist: Lass dir Zeit. Als aktiver Part kannst du das erwartungsvolle Zucken deines Partners genießen, dich am Anblick laben und erst dann, wenn sich der Körper langsam entspannt, den nächsten Schmerzreiz setzen.
Auf diese Weise kann der passive Part seine Rolle viel besser auskosten und den gewünschten Schmerz viel tiefer und intensiver spüren.
Dominanz durch ausgefallene Toys
BDSM bedeutet im Spiel natürlich auch Dominanz über den passiven Partner. Wie lässt sich Dominanz deutlicher definieren als durch die Kontrolle über die Geschlechtsorgane des anderen? Ob Brustwarzenklemmen und -gewichte, Hodenringe oder Schamlippenklemmen, Plugs oder Dilatatoren.
Die Vielfalt an Toys in diesem Bereich ist groß und vor allem extrem flexibel. Auch für Anfänger gibt es viele Spielzeuge, die sich ohne große Vorbereitung leicht in das Spiel integrieren lassen. Achte jedoch stets auf Qualität. Denn minderwertige oder schlecht verarbeitete Toys können nicht nur die Stimmung verderben, sondern im schlimmsten Fall den Partner verletzen.
Du siehst: BDSM ist so vielseitig, dass jeder in diesem Bereich auf seine Kosten kommt. Sei kreativ – sowohl du als auch dein Partner werdet diese Spiele zu schätzen wissen.






BDSM war für mich immer nur ein Wort, welches in den verschiedenen Filmen vorkam, aber von mir nicht wirklich mit Interesse bedacht wurde. Bis ich an eine dominante Partnerin geriet, welche mir diesen Bereich der Lust näherbringen wollte und konnte. Es begann ganz klassisch mit Fesselspielen, doch nach und nach brachte sie mich immer weiter an meine Grenzen heran und zeigte ihre dominante Ader. Ich muss sagen, dass mir das Ganze echt gefallen hat und ich diese Form der Lust für mich entdecken konnte. Leider hielt die Beziehung nicht sehr lange, da ihre dominante Ader auch im Privatleben immer stärkere Form annahm. Dennoch suche ich mittlerweile nach einer Partnerin, welche in der Lage ist im Bett ihre dominante Seite auszuleben und mich in Teilen zu beherrschen. Der Artikel zeigt extrem gut, wie intensiv sich BDSM im Leben anfühlen kann und wie stark es sich anfühlt, wenn man sich auf diesen Bereich der Lust einmal eingelassen hat.
Ich weiß schon seit Jahren, dass die Dominanz ein Teil meines Wesens ist. Ich liebe es die Kontrolle zu behalten und Lust und Schmerz für meine Partnerinnen geschickt zu vermischen. Dabei muss nicht jeder Sex zwangsläufig ein BDSM-Kontakt sein, doch so manches Mal liebe ich es, wenn ich meine Frau in ihrer passiven Rolle bestrafen und ein wenig quälen kann. Brustwarzenklammern und Klemmen für die Schamlippen sind bei uns aktuell besonders beliebt. Vor allem, wenn ich diese mit einer Kette miteinander verbinde. So habe ich meine Frau bei unseren Sitzungen immer unter Kontrolle und kann ihre Lust und natürlich auch den Schmerz optimal steuern. Sie genießt diese Sitzungen ebenfalls und liebt es sich mir auszuliefern. Dabei haben wir uns mittlerweile sogar einen kleinen Pranger angeschafft, welchen wir für unsere Spiele aufbauen können. Wenn meine Frau sicher am Pranger befestigt ist, ich sie erst mit einem Plug fülle und danach die Klammern an ihren Körper setze, spüre ich sowohl ihre als auch meine Lust. Und ich kann sie in dieser Position nehmen, wann immer ich Lust danach habe. Dennoch haben wir eine wirklich ausgeglichene Beziehung und auch ein normales und harmonisches Sexualleben, welches man durchaus als Blümchensex bezeichnen kann. Es sollte niemand Angst vor BDSM haben. Dieser Bereich der Erotik kann Euer Leben verändern und Euch ganz neue Blickwinkel auf die verschiedenen Sexualpraktiken erlauben. Ihr müsst es einfach nur zulassen.